Pfadfinder Altenbochum feiern Jubiläum

75 Jahre Pfadfinder in Altenbochum – und kein bisschen leise: Der Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) feiert am letzten April-Wochenende Jubiläum. Es soll ein fest für den ganzen Stadtteil werden. Die Pfadfinder laden am 25. April von 11 bis 18 Uhr rund ums Gemeindezentrum Liebfrauen zum bunten Programm mit Mitmachstationen ein.
Besucher können sich unter anderem im Bogenschießen versuchen, für Kinder gibt es eine Hüpfburg. Auch für Essen und Getränke ist den ganzen Tag über gesorgt – zu fairen Preisen, wie es heißt. Am Sonntag folgt nach der Dialog-Messe um zehn Uhr ein gemeinsames Frühstück am Gemeindezentrum. Gäste sind eingeladen, Brötchen, Belag und gute Laune mitzubringen. Die genauen Ursprünge des Stammes lassen sich heute nur noch schwer rekonstruieren. „Die Sachlage ist ziemlich dünn“, sagt Malte Zimmermann, der den Stamm Altenbochum gemeinsam mit Siri Bertram leitet. Fest steht nur, dass der Pfadfinderstamm 1951 gegründet wurde – als erster in ganz Bochum. „Es gibt allerdings keinen konkreten Gründungstag.“ Was dagegen nie verlorengegangen ist, ist die Begeisterung für das Pfadfinderleben. Rund 110 Mitglieder zählt die DPSG Altenbochum heute, bei großen Aktionen wie dem Pfingstcamp sind meist rund 70 Kinder, Jugendliche und Leiter dabei.
Zimmermann selbst kam 2011 zu den Pfadfindern – durch einen Kindergartenfreund. „Man sagt: Pfadfinder ist man ein Leben lang. Ich bin jetzt 22 – und ich bin mir sicher, dass mich das auch weiter begleiten wird.“ Besonders prägend war für ihn eine Fahrt nach Slowenien im Jahr 2019.
„Da war ich 16 und mit meiner Altersgruppe unterwegs. Wir waren in den Bergen wandern und haben verschiedene Orte besucht. Die Leiter haben uns viele Freiheiten gelassen.“ Gerade diese Mischung aus Abenteuer und Verantwortung mache den Reiz aus. „Wer bei den Pfadfindern landet, lernt fürs Leben.“
Kinder und Jugendliche begegnen Gleichaltrigen, aber auch Älteren, von denen sie lernen können. „Außerdem übernimmt man früh Verantwortung – auch für Jüngere.“ Fasziniert seien viele vor allem von den klassischen Pfadfinder-Erlebnissen: Zelten, Lagerfeuer, gemeinsames Kochen und mehrere Tage oder Wochen mit Freunden unterwegs sein – immer ohne Handy. „Das ist richtig Abenteuer.“
