Thorpe-Weihnachtsmarkt mit Erinnerungen

Mit einer ganz besonderen Rückschau wartet der Thorpe-Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Eppendorfer Heimatvereins (EHV) in diesem Jahr auf. „Wir werden diesmal am 1. Advent, von 14.30 bis etwa 21 Uhr, an die 1.100-Jahr-Feier Eppendorfs erinnern“, sagt der EHV-Vorsitzende Gerd Robok. Denn damals, vor inzwischen 35 Jahren, war das „Dorf“ zwei Tage praktisch „gesperrt“ und jede Menge los. „Gut 130 Stände müssen es damals gewesen sein. Wir haben ein Video und eine Dokumentation zusammengestellt“, verrät Robok und steuert eine besondere Erinnerung bei.
Denn vor 35 Jahren gab es auch eine „echte Dorfhochzeit“, und das Brautpaar von damals, Mitglieder im EHV, kann nun seine „Leinenhochzeit“ feiern.
Beim anstehenden ThorpeWeihnachtsmarkt werden etwa 16 Stände auf die Besucher warten – eingeschlossen alles zur Ausstellung, die Bühne und die Verkaufsstände. „Kleinere“ Jubiläen begehen zwei Vereine aus der Nachbarschaft: die Spielvereinigung mit 140 Jahren und die Fußballer von Schwarz-Weiß Eppendorf mit 90 Jahren. Sie wollen mit Räucherfisch, Wurst und Pommes für die Verpflegung sorgen.
Die Kindertagesstätte Rosendelle ist auch wieder dabei und bringt Kaffee und frischen Kuchen mit, darüber hinaus ist ein Krippenspiel in Vorbereitung. Die Eppendorfer Kolpingsfamilie hat ebenfalls Selbstgebackenes dabei. Dazu stoßen noch die St.-Georgs-Pfadfinder aus Eppendorf und Höntrop.
Auf der bunten Speise- und Getränkekarte sollen Glühbier und -wein stehen, Met und frisches Fladenbrot und einiges mehr.
Auf der Bühne werden sich Adventslieder einer Bläsergruppe und vielleicht ein kleines Theaterstück aus den eigenen Reihen der Heimatfreunde abwechseln. Und mit Blick auf Weihnachten werden wieder Weihnachtsbäume, frisch geschlagen im Sauerland, angeboten, die am Markt-Sonntag noch als Hüttenschmuck dienen. „Zwei Meter hoch und so zwischen 20 und 25 Euro“, schätzt Robok. Und der Nikolaus kommt auch wieder mit Einbruch der Dunkelheit.
Ein bisschen weiter in die Zukunft blickt der Heimatverein aber auch, denn er will eine Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung aus der Sonne anschaffen. „Wir holen noch Angebote ein und sondieren da, denn es gibt sehr viel auf dem Markt“, erklärt Robok. Und selbst wenn die Anschaffung erst einmal eine kräftige Investition bedeutet, trotz einer Bezuschussung von rund 35 Prozent, ist er sich sicher: „Das lohnt sich auf jeden Fall und amortisiert sich nach rund zehn Jahren.“
Zur Kasse gebeten wird der Heimatverein allerdings doch für die Anliegerbeiträge nach dem Ausbau der Engelsburger Straße (VorOrt berichtete). „Gut 20.000 Euro sind da fällig, aber die Stadt hat uns eine Ratenzahlung angeboten. Sie sind überhaupt in dieser Sache fair mit uns umgegangen“, fasst er zusammen.
