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Neuer Investor für Dahlhauser Bahnhof

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Nach jahrelangem Leerstand gibt es für das alte Bahnhofsgebäude in Dahlhausen eine neue Perspektive: Ein Investor will dem denkmalgeschützten Gebäude wieder Leben einhauchen und es der Stadt Bochum abkaufen. Allerdings soll dann ein ganz anderes Konzept umgesetzt werden als ursprünglich vorgesehen.

Die Schalterhalle bleibt

Der Investor, der sich nach eigenen Angaben auf die Revitalisierung von historischen Gebäuden spezialisiert hat, will im alten Bahnhofsgebäude am Otto-Wels-Platz ein Ärztehaus errichten: Auf rund 1.800 qm Mietfläche mit Hausarzt- und Facharztpraxen, Orthopädie und Physiotherapie sowie einer Apotheke. Das denkmalgeschützte Gebäude soll dafür innen entsprechend umgebaut werden, die historische Schalterhalle aber erhalten bleiben und nach notwendigen Sanierungen zum Eingangsbereich werden.
Auch die äußere Vorderfront des Gebäudes aus dem Jahre 1917 in Richtung Otto-Wels-Platz soll so bleiben, wie sie ist. Lediglich die Fensterfronten könnten vergrößert werden. Sichtbare Veränderungen sind dagegen auf der Gebäuderückseite geplant. In Richtung der Bahngleise ist ein dreigeschossiger Anbau aus Stahlträgern mit viel Glas und einem Aufzug vorgesehen – mit einem barrierefreien Zugang ins Ärztehaus im Bahnhofsgebäude.
 

Es gab ganz andere Ideen


Dabei hatten Stadtverwaltung und Politik für den Bahnhof einmal ganze andere Ideen. Als die Stadt 2020 das Bahnhofsgebäude von einem Verein zurückkaufte, nachdem ihr zuvor über Jahre nur noch die Schalterhalle in der Mitte des Gebäudes gehört hatte, waren die Vorstellungen, dass eine Gastronomie einziehen könne, ein Kultur- oder Nachbarschaftstreff ermöglicht werde oder auch Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden könnte. Doch passiert ist von alledem nichts – es fand sich kein Käufer, der das umsetzen wollte oder konnte. Das sanierungsbedürftige Gebäude steht seither leer.

Dabei gab es 2022 zunächst acht Interessenten, die sich an einem Interessenbekundungsverfahren der Stadt und der Wirtschaftsentwicklung beteiligt hatten. Bis zum Ende hielt aber nur ein Bewerber durch, eine Stiftung. Sie wollte einen offenen Ort für Kunst, Künstler und die Nachbarschaft schaffen, zog aber kurz vor Vertragsunterschrift ihr Angebot doch wieder zurück. Der finanzielle Aufwand für das marode Gebäude war zu groß.

Ein neuer Anlauf


Vier Jahre später ein neuer Anlauf mit einem neuen Investor und einem neuen Plan – ein Ärztehaus. Aber auch das ist noch nicht unter Dach und Fach. Zunächst will die Stadt dem Investor für weitere Untersuchungen und Konkretisierungen seiner Planungen zwölf Monate Zeit geben. Dafür wird die Immobilie reserviert und nicht anderweitig angeboten. Notwendig ist dafür – sowie für einen möglichen späteren Verkauf – die Zustimmung der politischen Gremien. Ihnen werden die Pläne der Stadtverwaltung bei den Sitzungen im September vorgelegt.

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