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Seelenlage in düsterer Zeit

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Sehenswerte Ausstellung im Museum unter Tage - Kunst der NS-Zeit

Das haben die Kuratoren der Ausstellung „Artige Kunst“ wunderbar hinbekommen. Im Museum unter Tage stellt die Ausstellung auf beeindruckende Weise Nazi-Kunst den sogenannten entarteten und damals verbotenen Malereien, Reliefs und Skulpturen entgegen. 
Während die Nazis Europa verbrannten und millionenfach mordeten, setzten sich regime-treue Maler an die Staffelei und schufen Werke, die vor Gesundheit strotzende blonde Frauen,  athletische Idealtypen oder Familienidylle zeigen. Die oft bis zu zwei oder drei Meter langen Ölbilder glorifizierten auch das Militär und deren Soldaten. U-Boote tauchen da aus dem Atlantik auf oder in dem Gemälde „Die Wacht“ (Michael Mathias Kiefer, 1902–1980)  überdimensionierte Seeadler auf Beuteflug. Die Große Deutsche Kunstausstellung zeigte sie und bot sie im Dritten Reich zum Verkauf an. Viele dieser wuchtigen Ölbilder soll Adolf Hitler selber erstanden haben. Heute sind sie größtenteils eine Leihgabe des Berliner Deutschen Historischen Museums.
Auf der Seite der damals verbotenen Kunstwerke können die Besucher fantasievolle Arbeiten sehen, die kritisch die damalige Gesellschaft und Situation abbildeten. Brennende Städte, vom Leben gezeichnete Prostituierte oder in Felix Nussbaums (1904–1944) „Triumph des Todes“ eine Totengesellschaft haben die Künstler festgehalten. 
Zu entdecken gilt es auch die Industriebilder mit ihren Nachtfarben von Conrad Felixmüller (1897-1977). Diese Künstler, wie auch Otto Dix, Paul Klee oder Alexej von Jawlensky mit seinem zarten „Mädchenbildnis“, suchten eine neue Bildsprache. Sie brachen anatomische Formen und Sehgewohnheiten auf, um einen Ausdruck für ihre Seelenlage in einer düsteren Zeit zu finden. Das passte den Nazis nicht, die alles Ambivalente ablehnten. Die rund 80 Arbeiten, darunter auch Fotografien vom Ende des Krieges, sind hochkarätig und sehenswert.
„Artige Kunst“, Museum unter Tage, Schloßstraße 13. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm.
Infos: 0234- 29 88 901
 

Weitmar / Eppendorf #12 Dez 2016

VorOrt-Download: 
PDF icon we-12-2016.pdf

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